Kapari auf Komiza

Die Insel Vis ist vor allem für ihren Wein und ihre feinen Kapern bekannt.
Unser Skipper zeigte mir dann die Stellen an denen die begehrten uneröffneten Blüten wachsen.
Bis vor kurzem war Vis noch militärisches Sperrgebiet. Deshalb sind die Orte auf dieser Insel noch nicht so geleckt saniert, authentisch, manchmal zerstört, kaputt, alt - aber schön. Ein wenig wie Teile vom Freidrichshain sich den grauen morbiden Charme erhalten konnten.
Komiza ist früher ein Piratennest gewesen, erklärt mir Aleksander. Wenn die Venezianer kamen, um dem ein Ende zu setzen, sind die Bewohner samt Piraten in die Wehrkirche geflohen und haben gewartet, bis die Seepolizisten wieder abgerückt sind.

Ein wenig von dieser Mentalität findet sich noch in den Preisen des besten Restaurants am Platze. Ein traumhafter Blick, traumhafte Speisen. Ein wenig windig an diesem Abend, der uns noch einen Sturm bringen sollte.
