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... gesehen in der Inselstr. in Mitte.
Für nur schlappe 300,- EUR.
... ist wenig begeisterungsfähig und vom Hang zum meckern geprägt."
weiß Dieter Hoeneß, 53. Und sagt es auch, im Tagesspiegel Interview mit Christian Ulmen.
Ansonsten wünschen sich beide eine Fankultur für Berlin , wie sie der FC St. Pauli hat. Fromm. Dazu gehört aber auch als Verein die richtige Attitude.
... und weitere schöne Aufnahmen finden sich bei LOMOkitty.
... wenn ich doch hier nur ein wenig mehr verstehen, ach was, entziffern könnte.

Seit Bestehen des WWW wird immer mal wieder von Websites berichtet, die lange nach dem Verscheiden ihres Webmasters weiterbestanden haben. Ich habe mich immer wieder mit bloggenden und nicht-bloggenden Freunden über das Thema unterhalten, was denn eigentlich passiert, wenn wir plötzlich sterben sollten und das Blog, unser Lebensjournal, weiter existiert. Als Zeugnis unseres Lebens. Als öffentlich zugänglicher Ausschnitt einer Perspektive auf unser Leben.
Bisher war diese Diskussion in meinem Bloggerleben hypothetisch. Fiktion.
Bis zum 4.4.2006. An diesem Tag starb der Blogger Karsten Hoffmann aus Berlin. Sein Blog gibt einen Einblick in das zu kurze Leben dieses Berliners. Was er schön fand, was ihn zur Weißglut brachte und wie sein Blick auf Berlin war. Nur kurze Momente, die nie ein ganzes Bild ergeben.
… und ich gerate plötzlich hinein.
Eigentlich wollte ich in dem besten Café am Platze einen entspannten Caffée trinken. Immer mit Ostseeblick. Das ist wichtig. Wenn ich mir die Damen an der Bar so anschaue, kann man kaum glauben, dass vor allem junge Frauen MV verlassen. Ich rate mal, nach Berlin wahrscheinlich oder nach HH.
Das Thema Fußball-WM 2006 interessiert mich allerdings und da akuter Journalistenmangel besteht, kann ich bleiben. Ein nettes Gespräch mit RTL-Moderator Thomas Bartels über Fußball, Berlin, Public Viewing und den FC St. Pauli runden den Cafébesuch ab. Nett.


Frische Luft macht Müde. Vor dem Essen will ich aber noch gemütlich zwei Saunagänge einschieben. Wieder mache ich mich auf den kurzen Weg aufs Dach, zum Wellnessbereich.
Ich habe keine Verspannungen, verzichte deswegen auf die Massage, auch wenn die junge, freundliche Dame mit der typischen schwarzgefärbten Mecklenburgfrisur mir die Entscheidung schwer macht. #
Also, saunen. Hier habe ich die Wahl zwischen Dampf-, Bio- und finnischer Sauna. Hinein in die Finnische, kein Weicheiertag heute.
Der Blick, hinaus auf die Landzunge und den Sonnenuntergang über der Ostsee ist übrigens genau so, wie man ihn sich auf Postkarten vorstellt. Toll.

„Direkt am Strand, bitte. Ich möchte direkt am Strand wohnen“, gibt mir meine Reisebegleitung mit auf den Weg. Zwei Stunden später checken wir im Strandhotel Hübner ein. Direkt an der lang gezogenen Strandpromenade von Warnemünde. „Wir sind sowas wie das Naherholungsgebiet der Berliner und Hamburger“, freut sich Birgit Brettschneider von der Hotelleitung, als wir sie nach Warnemünde befragen. „Wir sind das ganze Jahr über gut besucht“ und in der Tat auch an einem solchen Tag, der abwechselnd kalte, vom Seewind rau anfühlende Schauer über den Strand treibt, ist Warnemünde eine Reise wert.
Ein paar Minuten später drehe ich im hoteleigenen Dachpool meine Runden. Wenn ich meinen Kopf ganz dicht an die Wasserlinie ducke, dann kommt es mir so vor, als schwämme ich in der Ostsee. Der Blick auf den zerpusteten Horizont ist ein Traum.
Danach zu einem Strandspaziergang. Die Sonne ist inzwischen herausgekommen. Der Wind nagt kalt an meiner Haut. Ich habe auf dem Hinweg den Wind von Gegenan, dann wird es auf dem Rückweg gefühlt wärmer. Es vergeht keine halbe Stunde, da zeigen der weite Blick auf die Ostsee und der Wind im Gesicht Wirkung. Ich habe Berlin und die vielen kleinen Seelenklammern dort vergessen. Erholsam.
Es gab Zeiten in Berlin, da war Wohnraum so knapp, dass Telefonzellen von Hausbesetzern gestürmt wurden. Mit dem Ausruf: "Mensch eine freie Einzimmerwohnung, sogar mit Telefonanschluss!" - so oder so ähnlich war es seinerzeit im Magazin MAD zu lesen.
Dass sich Geschichte wiederholt, dokumentiert der Kreuzblogger hier.
Die Polizei beendet ihr Gastspiel an der Rütli-Schule. Langsam wird es Zeit, dass wieder Ruhe einkehrt, die Aufmerksamkeit genutzt wird konkret an den Problemen zu arbeiten. Einen Nebeneffekt hat der temporär bundesweite Fokus auf Neukölln allerdings, viele Menschen fragen sich, wie es in diesem Berliner Stadtteil denn so zugeht.
Der Blogger Jörg Kantel ist der Schockwellenreiter, bekannt durch seine linklastigen Postings. In der ZEIT online bricht er eine Lanze für Berlin-Neukölln.
Wie gesagt, ich wohne gerne in Neukölln. Vielleicht auch, weil es so ein lebendiger Bezirk ist, in dem immer etwas passiert. Die Trommler in der Hasenheide sind bei gutem Wetter bis auf unsere Dachterrasse zu hören: Dam dadat dadat dadam... Richtig relaxed. Doch plötzlich ändert sich der Rhythmus, er wird härter, schneller und aufgeregter. Mein inneres Auge erfreut folgende Szene: Von Norden und Osten brettern Wannen in die Hasenheide, südlich und westlich riegeln martialisch uniformierte, kasernierte Polizeischüler den Park ab. Aus den Mannschaftswagen springen Zivilpolizisten und beginnen eine fröhliche Hatz: Juppheidi, juppheida, Drogenfahndung, Razzia...
Nebenbei erfahren wir, dass er ein Kiezblog führt. Schön, mal reinschauen. -VIA-
... solange sie sich auf das Niveau von Straßenkunst herabläßt - gerne.